Mittwoch, 30. September 2009

Im Süden!

Mittwoch, den 30.09.2009



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Die Fahrt aus Houston heraus war etwas einfacher. Und so ging es ohne Probleme auf den Highway nach Süden. Regen und Sonne wechselten sich brav ab, bis sich schließlich die Sonne durchsetzen konnte. Corpus Christi is der südlichste Punkt meiner Reise und liegt weiter im Süden als zum Beispiel Kairo. Das Wetter hat jedenfalls gepasst. Als ich am Strand ankam, waren es über dreißig Grad und eine angenehme Brise war in der Luft.






Der eigentlich Grund warum ich hier war, außer das ich es toll finde soweit südlich zu sein, war die USS Lexington. Die Lexington war von 1943 bis 1991 im Dienst, hat also einiges mitgemacht. Das Problem war allerdings, das ich ja vor einigen Tagen auf der Alabama war und weiß wie ein Museumsschiff aussehen kann. Die Lexington ist sehr herunter gekommen und etwas lieblos hergerichtet. Aber interessant wars allemal.








Ich hab noch überlegt, ob ich nicht noch einen Tag länger die Sonne, den Strand und das Meer genießen sollte. Aber da sonst in der Stadt nicht viel los ist und ich auch nicht den ganzen Tag am Strand liegen kann, bin ich dann doch wieder weiter gezogen.

Howdy Partner!

Dienstag, den 29.09.2009


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Heute bin ich nach Texas gefahren. Der Weg führte mich durch endlose Sümpfe, wo nur der Highway durch führt. Das muss bestimmt ne scheiß Arbeit gewesen sein, das Teil da durch zu bauen. Mein Ziel war Houston, was sich als eine blöde Idee heraus stellte. Ist der Verkehr in Hamburg schon schwierig, übertrifft er hier alles. Auf vier bis fünf Ebenen kreuzen sich die Highways und sie sind alle voll.

Das Highlight war, als sich das Navi auf einer anderen Straße wähnte als ich war. Da fingen die Dinge an kompliziert zu werden. Allgmein hab ich festgestellt, das das GPS-Signal hier sehr ungenau ist. Solche Fehleinschätzungen sollten noch öfter passieren. Zum Glück war ich schon recht nah am Hotel, so das ich es dann doch noch geschafft habe. Aber es war auf alle Fälle kein Vergnügen!


Montag, 28. September 2009

Der Sonne hinterher

Montag, den 28.09.09



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Heute hab ich erstmal lange geschlafen. Danach raus und noch ein bißchen ruch die Straßen gebummelt. Und hier und da ein Souvenir gekauft.

Ich ärgere mich ein bißchen, dass ich das nächste Hotel schon gebucht habe. Ich wär gerne noch etwas länger hier geblieben.

Aber es hilft alles nichts. Mittags muss ich auschecken und ich fahr nach Baton Rouge. Die Sonne brennt wie nix gutes und die Klima läuft auf Hochtouren. Ich fahre durch endlose Sumpflandschaften. Eigentlich wollte ich auch ne Sumpftour machen, aber ich hab das ein bissl verplant und keinen Platz mehr bekommen. Schade!

Unterwegs komme ich an einem Outlet-Center vorbei kaufe mir erstmal zwei kurze Hosen im Nike Store. Nachmittag komm ich im Hotel an. Ich stelle fest, dass ich schon wieder ein Zimmer habe, bei dem die Tür nicht ohne Gewalt zu geht.

Da es viel zu warm ist um durch die Stadt zu laufen, breite ich auf dem Bett die Karte aus und überlege was ich als nächstes tun soll. Ich hab absolut keine Ahnung wohin ich als nächstes fahren will. Die nächste Stadt, wo ich quasi unbedingt hin muss ist Phoenix. Bis dahin werd ich wohl ein bißchen durch Texas fahren.

Übrigens werd ich morgen kein Internet haben!

Bourbon Street

Sonntag, den 27.09.2009



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Der Tag begann schon früh und gegen um neun saß ich auch schon wieder im Auto. Schließlichhatte ich eine Verabredung mit einer Lady und Lady`s lässt man besser nicht warten.



Irgendwas war komisch. Irgendwas war anders. Plötzlich realisierte ich es. Es regnet nicht mehr. Stattdessen strahlt die Sonne vom blauen Himmel.  

Die USS Alabama. Ein Schlachtschiff aus dem zweiten Weltkrieg. Heute liegt es in Mobile im Hafen und kann besichtigt werden. Da ich schon relativ früh da war, war noch wenig los.

Ich hab mir das Ticket geholt und bin an Bord gegangen. Als erstes fällt mir auf das es wie auf einem Kriegsschiff riecht. Ich weiß nicht wieso, aber auf jedem Kriegsschiff riecht es gleich. Ich hab mich natürlich gleich wie zu Hause gefühlt und bin in die tiefen des Schiffes vorgedrungen. 







Fast jeder Bereich des Schiffes ist frei zugänglich und liebevoll restauriert. Nach zwei Stunden
bin ich dann wieder an Deck aufgetaucht.






Zur Ausstellung gehört auch noch ein Flugzeug Hangar mit diversen Flugzeugen und die USS Drum. Die USS Drum ist ein U-Boot, ebenfalls aus dem zweiten Weltkrieg.








Direkt an der Küste ging es dann weiter nach New Orleans. 33 Grad, blauer Himmel und zu meiner linken das Meer. 





Unterwegs hab ich dann noch in Biloxi angehalten. Biloxi ist ein kleines Dörfchen direkt am Meer. Hier gibts diverse Casinos, u. a. das HardRock Casino. Da ich noch nie in einem Casino war, bin ich einfach mal rein spaziert. An den Wänden hängen diverse Kleidungsstücke und andere Sachen von allen möglichen Sängern und Bands. Immer den Geräuschen nach bin ich dann ins Casino rein. Hier saßen ne Menge alter Leute an unterschiedlichen Gerätschaften, die ne Menge Lärm machen, und haben ihr Geld an die Maschinen verfüttert.
Ich hab natürlich auch gleich mein Kleingeld gezückt und in 3,5 Sekunden 7 $ verspielt. Las Vegas ich komme! 

Am frühen Abend bin ich dann in New Orleans angekommen. Ich war mir erst nicht sicher ob ich die Stadt wirklich besuche. Man liest viel davon, dass New Orleans nach dem Hurrikane nicht mehr der gleiche Ort ist. Außerdem soll es ne Menge Verbrechen geben. Aber ich dachte mir, wenigstens gesehen sollte man es haben.

Nach einigem suchen hab ich dann das Hotel gefunden und eingecheckt. Das Hotel war schon etwas älter aber an sich ganz nett. Hier gibt es sogar noch richtige Schlüssel für die Zimmer.

Da das Internet nicht ging, hab ich mich gleich ins Leben gestürzt. Ich muss sagen, New Orleans ist wirklich schön. Ich war zwar nur im French Quarter, aber mehr muss man glaub ich auch nicht sehen. Schöne alte Häuser und viele Menschen unterwegs. 

Aber am schönsten ist die Bourbon Street. Es war gerade mal um sieben und hier tobte das Leben. Das ganze sieht ungefähr so aus wie auf der Reeperbahn, nur ohne den Dreck und den Abfall. Außerdem gibts hier in fast jedem Laden feinsten Jazz, Blues oder Country. Und zwar Live. Ich hab mich gleich wohlgefühlt. Aber irgendwas fehlte. Als ich so an mir herunter sah, bemerkte ich, dass ich ja noch garkein Bier in der Hand hatte. Also rein in den nächsten Laden und ein Bier bestellt. Die Kellnerin deutete mir 6$. Ganz schön viel für ein Bier, aber was solls. Umso erfreulicher, das sie gleich drei brachte. Jup, drei Bier zum Preis von einem. Das erste war gleich weg. Da in dem Laden nichts los war, hab ich mein Bier in einen großen Plastikbecher gekippt, Glasflaschen sind auf der Straße verboten, und bin wieder raus. Laufen, trinken, laufen, trinken, laufen, trinken, laufen, trinken. Als der Becher leer war, bin ich in die nächste Kneipe. Hier gab es eine Live Band und teures Bier. Aber dafür durfte man drinnen rauchen. Also hab ich die Musik genossen und an meinem Bier geschlürft.

Irgendwann bin ich dann doch etwas müde geworden und wieder ins Hotel. Unterwegs noch versucht ein HotDog zu essen, was auch ganz gut geklappt hat. Dabei ist mir aufgefallen:
Je voller die Blase, desto weiter der Weg zum Hotel.







Samstag, 26. September 2009

Sweet Home Alabama

Samstag, den 26.09.2009



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Über Nacht sind die diversen Stiche zum Glück wieder zurückgegangen. Dafür jucken sie jetzt ganz schön. Bei bestem Nebel und Regen hab ich mich auf den Weg nach Süden gemacht. 

Da es immer mehr geregnet hat, hab ich auch nicht mehr viel unternommen und bin bei zeiten ins Hotel.

Freitag, 25. September 2009

Next!

Freitag, den 25.09.2009



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Der Tag ging bei Zeiten los, da ich logischerweise wieder nicht besonders gut geschlafen habe. Also war ich schon um sieben wach und hab meine Sachen zusammen gepackt. Leider musste ich noch bis um neun warten, bis ich auschecken konnte. Als ich raus kam war mein alter Freund der Regen auch schon da. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Süden.

Der Regen wurde immer schlimmer, das Auto schlingerte über die Straße. Also erstmal Fuß vom Gas und die 50 m Sicht ausgenutzt.  Zum Glück war das nach ner halben Stunde ausgestanden. Ich war fast alleine auf dem Highway, der Autopilot war eingschaltet, die Musik aufgedreht, es hätte ein guter Tag werden können.

Natürlich wurde es keiner!

Ich wollt ein Stück über den Natchez Parkway fahren. Die Sraße führt durch eine besonders schöne Landschaft und verläuft in etwa da wo früher ein alter Trapper-Weg war. 

Natürlich wollte ich auch ein paar Bilder machen. Und so nahm das Elend seinen Lauf.

Ich habe gerade zwei Fotos gemacht und will zurück zum Auto, da hab ich plötzlich diverse Tiere vor und kurz danach an mir. Die feindliche Armada bestand wohl aus Mosquitos und Wespen. Ein Mosquito klebte mir schon am Gesicht und hat auch brav zugestochen. Ich hab natürlich gemacht was jeder logisch denkende Mann macht. Ich hab wild um mich geschlagen und bin gerannt. Als ich am Auto ankam und meine schmerzende Wange rieb, stellte sich auch schon die zweite Angrifswelle in Form einer Riesen-Wespe ein. Die hat mir erstmal fein in den Arm gestochen. Ganz im Sinne von doppelt hält besser, gleich zweimal. Wild um mich schlagend bin ich erstmal gelaufen. Das hat den Kumpel aber eher angespornt. Jedenfalls ist das teuflische Mistvieh hinter mir her. Nachdem ich dann etwa fünf mal um das Auto gerannt bin hat es sich diese Ausgeburt der Hölle im Auto bequem gemacht. Als ich das realisiert, wurde ich im gleichen Moment auch schon von irgendwas an der Ferse erwischt. Keine Ahnung was das war.

Da die Wespe jetzt im Auto war und ich draußen, bedroht von tausend anderen Insekten, musste ich mir was einfallen lassen. Bei der gemeinen deutschen Wespe hilft ja anschreien und wild weiter wedeln. Das half hier nicht. Jedesmal wenn ich mich dem Auto genähert habe ist die Wespe wieder auf mich los. Nach langem hin und her hab ich sie endlich raus bekommen und mich rein. Mit quietschenden Reifen bin ich da weg.

Ich habe jetzt im Gesicht eine schmerzende Stelle, die auch immer noch weh tut. Am Arm einmal rote Flecke, die Schwellung ist schon wieder weg, und eine offene Wunde aus der ich geblutet hab. Sowie am Fuß, an der Ferse, auch irgendeinen Einstich, der auch weh tut!

Die Schnauze randvoll bin ich erstmal zum nächsten Ranger gejuckelt. Der meinte alles halb so schlimm. Wollen wir hoffen das es dabei bleibt.

Da mein Bedarf an Natur gedeckt war hab ich mich dann auf schnellstem Weg nach Jackson gemacht.

Unterwegs hab ich noch erfahren, das ein guter Freund heute operiert wurde. Das ganze ist wohl alles nicht so optimal gelaufen. Er hat Probleme mit dem Bein und eigentlich ist das alles Scheiße. Ich hoffe das sich die Schmerzen bei ihm in Grenzen halten und das die OP etwas gebracht hat. Peter, ich bin in Gedanken bei dir! Du schaffst das!

 

Donnerstag, 24. September 2009

Musikgeschichte

Donnerstag, den 24.09.2009

Die Nacht war nicht so besonders. Das liegt wohl daran, dass das Bett jeden Atemzug mit einem knarzen quittiert. Außerdem ist um die Matratze so ein Gummibezug, der nicht nur nach Gummi stinkt, sondern ebenfalls Geräusche macht. 

So gegen acht bin ich aufgeacht und hab mich erstmal ins Bad geschlichen. Wobei das auch relativ ist, denn auch hier wird jede Bewegung mit einem Geräusch des Hauses honoriert. Zum Glück ist mir niemand übern Weg gelaufen. Ich brauch früh erstmal meine Zeit für mich bevor ich andere Leute freundlich angrinsen kann.

Das erste was ich heute sehen wollte war das Geburtshaus von Johnny Cash. Das liegt so 80 km nördlich von Memphis im Bundesstaat Arkansas. Die Fahrt war kurzweilig, vielleicht auch weil mein alter Kumpel der Regen mit dabei war.

Von der Autobahn runter ging es erstmal durch endlose Felder. Die amerikanische Regierung hatte dieses Gebiet während der Wirtschaftskrise urbar gemacht, deswegen verlaufen die Straßen auch schnurgerade. Achja, Straßen sind hier übrigens kein Standart. Die Hälfte der Zeit bin ich nur über Schotterwege gefahren.

Das Navi hat mich zielsicher zu dem Haus geführt. Eigentlich soll da jetzt ein alter Mann drin wohnen aber gesehen hab ich niemand. Ich kam mir auf alle Fälle sehr verlassen vor. So weit das Auge reicht waren vielleicht noch drei bis vier andere Häuser, sonst nichts.

Es ist schon eine bewegende Vorstellung, wenn ich daran denke, dass der kleine Johnny hier Baumwolle gepflückt hat.






Danach bin ich nur direkt nach Dyess rein gefahren. Naja, reinfahren ist so ne Sache, wenn das Heck des Autos den Ortseingang erreicht hat, ist der Vorderteil schon wieder draußen.

Was ich ziemlich erschreckend fand, war wie herunter gekommen Dyess ist. Ich hab ja schon einiges gesehen, aber hier sieht es echt schlimm aus. Alles verwahrlost und heruntergekommen. Eigentlich wollte ich mir hier noch anschauen wo Teile von Walk the Line gedreht wurden. Leider habe ich die so spontan nicht gefunden und langsam habe ich auch Hunger bekommen.

Also wieder über die Schotterpiste zurück zur Interstate.

Nach dem Essen hab ich bei ner netten Lady getankt und günstig Zigaretten gekauft. Außerdem eine besondere Zeitung. In der Zeitung sind nämlich die Leute mit Foto und Namen abgebildet, die in den letzten Wochen verhaftet wurden. Natürlich auch mit dem Grund der Verhaftung. Das fand ich total interessant. Aber ich glaub schon das die Amis ein bissl spinnen.

Naja, nächster Stop am heutigen Tag waren die Sun Studios. Hier begannen viele Musiker ihre Karriere. Am bekanntesten dürfte wohl Elvis sein. Aber auch Johnny Cash hat hier seine ersten Platten aufgenommen. Allgemein gelten die Sun Studios als Geburtsort des Rock `n` Roll.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl an dem Ort zu stehen wo Johnny Cash seine ersten Platten aufgenommen hat. Das Studio ist zum Glück noch im Originalzustand erhalten und noch heute nehmen hier Musiker Platten auf. 






Nachdem ich noch ein Souvenir gekauft habe bin ich rüber nach Graceland. Eigentlich bin ich ja kein großer Elvis Fan aber ich dachte mir wenn ich schonmal hier bin...

Beim Parken hab ich erstmal 10 $ bezahlt und dann nochmal 20 $ für den Eintritt. Da kann sich Lisa-Marie doch glatt nen neuen Elfenbein-Rückengratzer kaufen!

Das Haus war widererwartend sehr interessant. Da alles Original erhalten, hatte Graceland bei mir schon gewonnen. Mir ist sowas nunmal wichtig. In kleinen Tippelschritten ging es mit Massen von Leuten durch das Haus und über das Grundstück.







Nach der unruhigen Nacht war ich dann doch ein bißchen müde. Also hab ich noch kurz etwas gegessen und bin zurück zum Hostel. Als ich gerade auf meinem Gummi / Knarz - Bett eingeschlafen bin werde ich durch lautes, wirres Gerede wieder wach. Es hört sich an, als ob 20 Leute in meinem Zimmer stehen. Die Lösung des Rätsel liegt eine Etage unter mir. Da findet nämlich gerade irgendeine Versammlung statt. Und die Akkustik hier ist so gut, dass ich jedes Wort verstehe. Ich freue mich jetzt schon wenn ich morgen wieder ein Hotelzimmer nur für mich habe!!!



Mittwoch, 23. September 2009

Auf dem Schlachtfeld...

Mittwoch, den 23.09.2009




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Bei schönstem Regen habe ich Nashville hinter mir gelassen und bin weiter westwärts gezogen. Mein nächstes Ziel ist Memphis. Da die Strecke nicht so weit ist, mache ich noch einen kleinen Abstecher zum Shiloh Schlachtfeld.

Gehen wir kurz in der Zeit zurück um zu sehen was hier damals passiert ist.

Am Morgen des 6. April 1862, es war ein Sonntag, trafen sich die Armeen der Konföderierten und der Union in der nähe einer kleinen Kirche namens Shiloh.

Auf Seiten der Nordstaaten waren es 65085 Soldaten, auf Seiten der Südstaaten waren es 44968 Soldaten. In den frühen Morgenstunden brach die Schlacht los, die eine der blutigsten in der Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges sein sollte. 

Nach zwei Tagen endete die Schlacht mit einem Sieg der Nordstaaten, denen es gelungen war Nachschub heran zu führen. Dabei verloren sie 13047 Soldaten, während die Südstaaten 10699 Soldaten verloren.

Heute kann man mit dem Auto über das Schlachtfeld fahren und sich die entscheidenden Orte anschauen. Leider hat es mal wieder in geregnet bis zum abwinken, so das ich mir nciht alles genau anschauen konnte. Nach der Tour über das Schlachtfeld gab es noch einen kurzen Film anzuschauen. Dieser war aus dem Jahre 1956 und in bester Wochenschau Manier gemacht.










Dannn hab ich mich auf den Weg nach Memphis gemacht. Nach zwei Stunden Fahrt lag die Stadt dann vor mir. Nochmal kurz bei Walmart angehalten und was fürs Abendbrot geholt. Hier habe ich auch den ersten Aldi gesehen! ;-)

Auf der Suche nach dem Hostel führte mich der Weg durch ein ziemlich herunter gekommenes Wohnviertel. Umso toller war es, als ich feststellte, dass das Hostel mitten in diesem Viertel liegt. Das Hostel ist auch nicht so besonders. Die Leute sind zwar nett, aber es ist alt und schmutzig. Aber solange ich mir wieder in den Kopf rufe wie günstig es ist, geht es schon. ;-)

Vielen lieben Dank an alle die mir per Telefon oder SMS Glückwünsche geschickt haben!

Dienstag, 22. September 2009

I like that Shirt!

Dienstag, den 22. September 2009


Das erste was ich gehört habe als ich aufgewacht bin war der Regen. Schon wieder. Das ganze scheint sich langsam zum Problem zu entwickeln, denn wie ich in den Nachrichten gesehen habe stehen Teile Georgias schon unter Wasser. Bin mal gespannt, ob es dann in der Wüste auch immer regnet. ;-)

Heute habe ich mir ein bissl Nashville angeschaut. Viel ist es ja nicht aber ich wollte mir unbedingt die Country Music Hall of Fame anschauen.

Ich bin also los und hab mir erstmal einen Parkplatz gesucht. Den hab ich dann auch gleich gefunden. Soweit so gut. Beim bezahlen hatte ich dann folgende Möglichkeiten:

1 Stunde 5$

2 Stunden 10$

24 Stunden 15 $

Da das so aber nicht dran stand, hatte ich schon 10 $ in kleinen Scheinen an den Automaten verfüttert, bevor ich das mitgekriegt habe. Ich habe dann auf abbrechen gedrückt und nichts passierte. Im kleingedruckten habe ich dann gelesen, dass bei Scheinen keine Rückgabe erfolgt. Da war ich natürlich schon auf 180. Wozu gibt es einen Abrechen-Knopf wenn ich das Geld nicht zurück bekomme? Ich wollte das Ding schon treten als mir der alte Jack Daniels eingefallen ist. Also habe ich das ganze brav nochmal mit Kreditkarte bezahlt.

Die CMHOF war sehr gut. Es gibt ne Menge Ausstellungsstücke verschiedener Künstler sowie diverse Filmchen die man sich anschauen kann. Außerdem gab es noch eine Hank Williams Sonderausstellung. So hab ich mehrere Stunden im der Hall of Fame verbracht.





Danach bin ich erstmal wieder ins Hotel und hab mich ne Stunde aufs Ohr gehauen. Ich hab ja schließlich Ferien und bin auch nicht mehr der jüngste!

Gegen Fünf hab ich mich dann wieder auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Da ich ja meinen Superparkplatz noch hatte, brauchte ich wenigstens keinen Parkplatz suchen.

Ich hatte mir schon in Deutschland eine Karte für das Merle Haggard Konzert im Ryman Auditorium gekauft. Das Ryman Auditorium ist der berühmteste Country Schuppen wo gibt. Seit über 50 Jahren treten hier die größten Country Musiker auf.

Ich war natürlich schon viel zu früh da und bin noch ein bißchen herumgelaufen. Ich hatte mein Johhny Cash Tshirt an, wo er mit ausgestrecktem Mittelfinger zu sehen ist. Und irgendwie hat mir dauernd jemand gesagt, "I like that Shirt!". Naja, warum auch nicht.

Um sieben war dann endlich Einlass. Ich hatte einen sehr guten Platz auf dem oberen Rang. Gegen halb acht kam dann die Vorgruppe mit klassichem Country. Schonmal nicht schlecht! Nach ner halben Stunde Pause kam dann endlich Haggard. Ich wußte ja das er beliebt ist, aber wie die Leute ausgeflippt sind war echt ungaublich. Ich hab noch nie alte Leute in solcher Exstase gesehen. Und wenn ich es mir recht überlege, möchte ich das auch garnicht.

Nach kurzen 75 Minuten war es dann leider schon wieder vorbei. Das Konzert war echt gut. Schön einen von den "alten" nochmal gesehen zu haben.


Das Ryman Auditorium

Die Vorband

Merle Haggard

Zu meinem Hotel hatte sich mittlerweile ein Fluß gebildet und ich bin emütlich nach Hause geschippert.