Donnerstag, 10. September 2009

Welcome to the Jungle!

Um Fünf Uhr früh klingelt der Wecker. Nein, nicht der auf dem Nachtschränkchen, sondern der innere. Ich bin wach.

Ertsmal notdürftig fertig machen und ne Kippe rauchen gehen. Das Wetter ist nicht besonders toll aber es regnet wenigstens nicht. Auf dem Zimmer mach ich mich daran zu überlegen was ich eigentlich heute machen will und vorallem wie ich da hinkomm.

So um acht starte ich und mache mich auf den Weg zum Bus. Der kommt auch bald und ab gehts in den Jungel! Das dauert aber länger als gedacht. Es ist Rush Hour! Ich bin ja von Hamburg schon einiges gewöhnt aber das ihr ist anders. Hier wollen Hunderttausende gleichzeitig in die Stadt!

Es gibt eine Busspur die fast den gesamten Weg zum Busbahnhof in New York besteht. Das bringt aber nur bedingt etwas, denn hier steht Bus an Bus. Ich würde mal schätzen das hier ca. zweihundert Busse auf dieser Spur stehen und in die Stadt wollen. Das muss man einfach gesehen haben! Auf der linken Seite sehe ich die Skyline von Manhattan und die Vorfreude wächst!

Irgendwann kommen wir dann am Busbahnhof an. Dieser hat übrigens vier Etagen mit jeweils ca. 50 Gates. Das aussteigen läuft perfekt. Die erste Reihe steigt zuerst aus, die letzte zuletzt. Alles läuft geordnet ab und es gibt kein Gedrängel.







Da ich keine keine wirklich Ahnung habe wo ich bin lauf ich einfach erstmal los. Man spürt förmlich wie die Stadt vibriert, wie ihr Herz schlägt. Und es schlägt schnell! Wir Sachsen sind ja eher gemütlich aber hier wird man einfach mitgezogen vom Strom der Menschen. Es ist als würde die Stadt einen einsaugen. Bald stelle ich fest, dass Fußgänger-Ampeln eigentlich nur zu Deko da sind. Denn außer ein paar Touristen hält sich hier keiner daran. Da der Verkehr sowieso meistens steht ist das auch kein Problem. Kurz darauf steh ich am Times Square.




Cool, so langsam wird mir wirklich bewußt das ich in New York bin! Da ich mich erstmal nur umschauen will, lauf ich einfach weiter. Als sich mein Magen bemerkbar macht stoppe ich bei einem der zahlreichen HotDog-Verkäufer. Die sehen zwar nicht besonders aus aber es schmeckt. Ich glaube der Verkäufer hat mich betrogen. Überall kosten HotDogs 2$, ich bezahl drei. Egal, über sowas zerbreche ich mir jetzt nicht den Kopf.

Nach ein paar weiteren Blocks stand ich im Central Park. Welch Glück! Hier wollte ich sowieso hin.



Der Park ist wunderschön und riesengroß. Was für ein unglaublicher Kontrast zu dem restlichen Manhattan. Die Geräusche der Stadt verschwinden im Hintergrund und Eichhörnchen laufen vor einem über den Weg.

Erstmal hinsetzen und das Abinente genießen!










Auch so kann New York aussehen...



Ich genieße die Ruhe und lauf mal den Weg mal diesen Weg. Ich weis, das hier irgendwo das Naturhistorische Museum sein muss und nach einem Blick auf die Karte, laufe ich in die ungefähre Richtung des Museums.




So gut wie das Museum von außen aussieht, so langweilig ist es von innen. Auch wird nicht so richtig klar ob die Sachen echt sind oder nur Imitate. Jedenfalls beschließe ich nach ner Stunde das Museum wieder zu verlassen. Erstens meldet sich mein Magen wieder und zweitens will
ich jetzt mehr von der brodelnden Metropole sehen.

Nach einem kleinen Snach mitten im Park laufe ich langsam wider zurück. Nur alleine durch die Straßen zu gehen ist schon fantastisch. Unter anderem komme ich an der Union Station vorbei. Ein wunderschöner Bahnhof, von dem heute leider nur noch Vorstadtzüge abfahren.



Jetzt will ich nochzu Macey´s. Schließlich soll es da toll sein und ich brauch noch ein paar vernünftige Schuhe. Als ich es dann endlich gefunden habe, kommt die Ernüchterung. In dem Ding sieht es aus wie in nem Hertie kurz vor der Pleite. Also nix wie wieder raus. Ich merk schon langsam das meine Beine nicht mehr so richtig wollen. Aber ein bißchen Zeit hab ich noch und so mache ich mich auf in den Finanzdistrikt.

Hierzu besteige ich zum ersten Mal die U-Bahn. Ich versuche es zumindest. Denn zum einen sind die Stationen nur beim genaueren Hinsehen zu erkennen zum anderen komme ich am Anfang nicht mit den Tickets klar. Es gibt nämlich nicht einfach Tickets, sondern die Metrocard. Das ist dann das Ticket. Diese kann man dann aber auch wieder aufladen. Leider steht das so nirgends und ich muss von alleine darauf kommen. Da ich aber ein helles Kerlchen bin dauert es nicht lang und es geht ab in Richtung Süden.

Am Ziel angekommen erwarten einen erstmal eine Menge Polizisten. Die Straßen rund um die Wall Street sind alle abgesperrt und werden stark bewacht.





Da ich da Meer rieche und ich laut Karte auch ganz in der Nähe davon sein muss gehe ich noch ans Wasser. An einem Fähranleger mach ich eine kleine Pause und schau mir Brooklyn und die Brooklyn Bridge an.





Langsam wird es kalt und ungemütlich und es wird bestimmt nicht mehr lange dauern bis es regnet. Ich mach mich auf den Weg nach Hause. Ich brauch unbedingt ein paar neue Schuhe, denn meine Füße bringen mich um.

PS: Das mit den Kommentaren sollte jetzt auch funzen.

1 Kommentare:

Jane Austen hat gesagt…

Yes I Can! I'll be the first!

Hübsche Bilder hast du gemacht! Feini, obwohl sie etwas mehr blauen Himmel vertragen könnten - schade! New York ist bestimmt nochmal doppelt so toll, wenn die Sonne scheint!
Dann wollte ich dich daran erinnern, dass du mir eine Postkarte aus'm Big Apple nach Klein-Schwerin schicken wolltest ;o)! Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen! Also bevor du heute nach Washington fährst, weißt du was du noch zu erledigen hast!:o)
Wie sind denn die Amerikaner sonst so drauf? Und was mich zudem brennend interessiert ist, wie kommt in der neuen Welt dein göttliches Englisch an???

Viel Spaß heute auf dem Weg nach W.D.C., lass dich nicht wegschnappen und grüß meinen Freund Barack von mir!

Viel Spaß und Hug.